Letzte Nacht ging eine der zwei Nachtlichter im Kinderzimmer kaputt. Die Glühbirne wollte nicht mehr. Kind hat scheinbar einen Sensor dafür und wachte davon auf. Es war 2 Uhr Nachts. Kind wollte, dass ich die Lampe repariere. Ich war aus dem Tiefschlaf gerissen und war auf Nacht-grummelig gepolt.
Also dachte ich, dass es ein großer Unfug ist um 2 Uhr nachts im Schrank nach neuen Glühbirnen zu suchen und teilte dies mit und wollte weiterschlafen. Außerdem war das zweite Nachtlicht ja noch an, es war nicht wirklich dunkel und Kind lag genau neben mir.
Aber so denkt nunmal eine Vierjährige nicht um zwei Uhr nachts - und meine schon gar nicht. Es war ihr nicht möglich, wieder einzuschlafen. Immer, wenn sie gerade einschlafen wollte, dachte sie wieder an die Lampe und fing wieder an zu weinen bzw diskutieren. Sie heulte Rotz und Wasser.
Und ich hab doch tatsächlich, müde wie ich war, eine Stunde lang nicht begriffen, was los ist und dachte, sie schläft gleich wieder ein. Aber nein. Nach einer Stunde, die bei mir ein immer wieder geweckt werden war und beim Kind ein Wachsein und Traurigsein, war ich wach genug, um die Situation zu erfassen. Ich quälte mich also aus dem Bett und suchte die Glühbirne. Binnen 10 Minuten hatte ich sie gefunden und eingebaut und heureka - sie leuchtete auch. Kind konnte glücklich binnen zehn Minuten wieder schlafen.
Mir hat diese Episode mehrere wichtige Dinge gezeigt:
- Ich bin unausstehbar, wenn man mich aus dem Tiefschlaf holt ohne krank zu sein oder sonstige offensichtliche Katastrophen. Oder anders formuliert, ich denke nachts nicht empathisch.
- Ich hätte statt über einer Stunde nächtlicher Quälerei für uns beide, die Situation in zehn Minuten lösen und weiterschlafen können
Meine Tochter kann, wenn sie etwas sehr bewegt, dies beim Einschlafen kaum vergessen. Sie reißt sich dann immer wieder aus dem Einschlafen heraus. Ich weiß nicht, ob das bei anderen Kindern auch so ist, bei ihr ist das so. Und sie kann das, wie unter anderem diese Episode (aber auch schon andere) gezeigt haben, stundenlang. Sie kann nicht bewusst abschalten und sich keine Sorgen machen oder mitten in der Nacht übermüdet etwas akzeptieren, dass ihr gegen den Strich geht. Das kann sie vielleicht, wenn sie wach ist, aber nicht mitten in der Nacht.
Also: sollte ich einfach das nächste mal gleich reagieren, dann können wir alle weiterschlafen. Diskussionen mitten in der Nacht sind völlig unnütz.
Merke: Es sollten möglichst genug Ersatzglühbirnen im Haus sein
Und ich könnte sie mal wohin räumen, wo ich sie schneller finde.
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